Deutschland schließt Sozialversicherungsabkommen mit Brasilien

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Deutschland schließt Sozialversicherungsabkommen mit Brasilien

Am 3. Dezember 2009 wurde das deutsch-brasilianische Sozialversicherungsabkommen unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, den sozialen Schutz im Bereich der jeweiligen Rentenversicherungssysteme für deutsche und brasilianische Staatsangehörige, die sich im jeweils anderen Vertragsstaat aufhalten, zu sichern.

28e6a513a9Durch das Abkommen können künftig Doppelversicherungen bei Entsendungen von Mitarbeitern in das jeweilige Vertragsland vermieden werden. Das bedeutet, dass ein Mitarbeiter, der von seinem Unternehmen nach Brasilien entsandt wird, für die Dauer von 24 Monaten im deutschen Rentenversicherungssystem abgesichert bleiben kann und gleichzeitig von der Rentenversicherungspflicht in Brasilien befreit ist. Das gleiche Prinzip gilt entsprechend für Entsendungen aus Brasilien nach Deutschland.

Darüber hinaus sieht das Abkommen die uneingeschränkte Zahlung von Renten in den anderen Staat vor (Leistungsexportprinzip). Damit ermöglicht das Abkommen, dass für die Erfüllung der Mindestversicherungszeiten (Wartezeit) zum Anspruch einer Rente, die in beiden Staaten zurückgelegten Versicherungszeiten zusammengerechnet werden können.

Das Abkommen bedarf auf deutscher Seite noch der Zustimmung des Bundestages und des Bundesrates. Es wird voraussichtlich im Herbst des kommenden Jahres in Kraft treten.

By | 2017-02-06T21:50:25+00:00 Januar 13th, 2010|Internationale Sozialversicherung|