Rechengrößen der Sozialversicherung für 2012 steigen

//Rechengrößen der Sozialversicherung für 2012 steigen

Rechengrößen der Sozialversicherung für 2012 steigen

Das Bundeskabinett hat am 5.10.2012 die Verordnung über maßgebende Rechengrößen in der Sozialversicherung für 2012 beschlossen. Gut verdienende Expatriates, die während ihres Auslandsaufenthaltes weiterhin in der deutschen Sozialversicherung verbleiben, müssen sich künftig auf eine höhere Beitragslast einstellen.

In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt die bundeseinheitliche monatliche Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3.712,50 (44.500 Euro pro Jahr) auf 3.825 Euro (45.900 Euro pro Jahr). Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (Jahresarbeitsentgeltgrenze, JAEG) steigt in 2012 auf 50.850 Euro jährlich (2011: 49.500). Expats, deren Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, können ihre gesetzliche Krankenversicherung für die Dauer des Auslandsaufenthaltes auf Anwartschaft stellen und eine private Auslandskrankenversicherung abschließen. Bereits Privatversicherte und deren Arbeitgeber sollten darauf achten, dass die ermäßigte Jahresarbeitsentgeltgrenze von derzeit 44.550 auf 45.900 Euro angehoben wird.

Gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung

Auf eine höhere Beitragslast müssen sich auch jene Expatriates einstellen, die in den Zweigen der Arbeitslosen- und Rentenversicherung in Deutschland sozialversicherungspflichtig bleiben. Die höhere Beitragslast ist ebenfalls auf die erhöhte Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 5.600 Euro in den alten Bundesländern zurückzuführen. Jährlich sind dieses 67.200 Euro. In den neuen Bundesländern bleibt die Beitragslast unverändert bei 4.800 Euro monatlich oder 57.600 Euro jährlich.

Die Verordnung bedarf formell noch der Zustimmung des Bundesrats. Mit Änderungen ist erfahrungsgemäß dabei jedoch nicht mehr zu rechnen.

By | 2015-06-30T13:17:23+00:00 Oktober 12th, 2011|Internationale Sozialversicherung|