Russland – Abschied von der Sozialsteuer?

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Russland – Abschied von der Sozialsteuer?

Um den knapp werdenden Rentenfonds zu retten, will die russische Regierung die bisherige einheitliche Sozialsteuer durch die Zahlung von Versicherungsbeiträgen ersetzen.

288f49d84cDerzeit entrichten Arbeitgeber in Russland 26 Prozent vom Bruttolohn ihrer Angestellten – bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze von jährlich 280.000 Rubel (ca. 6.440 EUR) – für die sogenannte Einheitliche Sozialsteuer (ESN). Diese setzt sich aus Abgaben an den Rentenfonds (20%), die föderalen und regionalen Krankenversicherungsfonds (3,1%) sowie Abgaben zu Zwecken der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und für den Mutterschutz (2,9%) zusammen. Nach dem Willen der Regierung soll nun die Entrichtung der einheitlichen Sozialsteuer zu Gunsten von Versicherungsbeiträgen wegfallen. Dann sollen Arbeitgeber Sozialversicherungs-beiträge von 34 Prozent des Bruttogehalts bis zu jährlichen Beitragsbemessungsgrenzevon maximal 415.000 Rubel (ca. 9.550 EUR) entrichten. Dabei setzen sich die Abgaben wie folgt zusammen: 26% Rentenversicherung, 5,1% Krankenversicherung und 2,9% in den Fonds für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und für den Mutterschutz.

By | 2017-02-06T21:50:28+00:00 Mai 13th, 2009|Internationale Sozialversicherung|