Schweiz: Neue EG-Verordnungen über die soziale Sicherheit in Kraft

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Schweiz: Neue EG-Verordnungen über die soziale Sicherheit in Kraft

Seit dem 1. April 2012 sind in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten die EG-Verordnungen 883/2004 und 987/2009 über die soziale Sicherheit anzuwenden.

Am 1. Mail 2010 wurden in den 27 EU-Mitgliedstaaten die Verordnungen (EWG) 1408/71 und 574/72 durch die Verordnung (EG) 883/2004 sowie die Durchführungsverordnung (EG) 987/2009 ersetzt. Bis Ende März 2012 fanden die neuen Verordnungen in den Beziehungen zur Schweiz noch keine Anwendung. Mit Wirkung zum 1. April 2012 hat sich dieses geändert und neuen Verordnungen sind auch in den Beziehungen zur Schweiz anwendbar.

Die wesentlichen Änderungen in Kürze:

Entsendungsdauer von 12 auf 24 Monate ausgedehnt

Die maximale Entsendungsdauer für Arbeitnehmer und Selbständige im EU-Raum wird von 12 auf 24 Monate ausgedehnt. Bislang waren Entsendungen nur für einen Zeitraum von 12 Monaten mit einer Verlängerungsoption um weitere 12 Monate möglich. Die wesentlichen Voraussetzungen für eine Entsendung bleiben unverändert bestehen. Neu ist jedoch das Formular A1, welches das Formular E 101 ersetzt.

Tätigkeit in mehreren Mitgliedstaaten

Mitarbeiter, die ihre Tätigkeit für einen Arbeitgeber in mehreren Mitgliedstaaten ausüben, unterliegen nun nur noch Rechtsvorschriften des Wohnstaates, wenn ein wesentlicher Teil der Beschäftigung – mindestens 25 Prozent – im Wohnstaat ausgeübt wird.

EFTA-Staaten und Drittstaatsangehörige

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und den EFTA-Staaten (Island, Liechtenstein und Norwegen) bleiben von den neuen Verordnungen unberührt. Gegenüber diesen Staaten gelten weiterhin die bisherigen Verordnungen 1408/71 und 574/21. Gleiches gilt auch für Drittstaatangehörige.

Nähere Informationen erteilt Ihnen auf Anfrage:

Marlis Tiessen
Tel: +49 (0)40 897 26 16 10
Email: mtiessen@expat-consult.de

By | 2015-06-30T13:13:54+00:00 April 11th, 2012|Internationale Sozialversicherung|