Spanische Rentenreform beschlossen – Rente erst ab 67

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Spanische Rentenreform beschlossen – Rente erst ab 67

Das spanische Parlament hat im Juli 2011 die von der Opposition heftig kritisierte Rentenreform verabschiedet. Das reformierte Modell sieht ab 2013 die schrittweise Einführung der Rente mit 67 vor.

Der demografische Wandel und damit die Überalterung in den EU-Staaten wird in den kommenden Jahrzehnten ein Trend werden, der immer mehr Regierungen dazu zwingen wird, das Renteneintrittsalter anzuheben.Nach Deutschland, Griechenland und Frankreich hat nun auch die spanische Regierung aller Kritiken zum Trotz die neue Rentenreform beschlossen und folgt damit in wesentlichen Punkten dem deutschen System.

Neben der Anhebung des Rentenalters auf 67, erhalten eine volle Rente nur Personen, die 37 Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Sozialversicherung eingezahlt haben. Ein vorzeitiger Rentenbeginn wird zudem künftig erst mit 63 möglich sein anstatt wie bisher ab 61. Gleichzeitig wird der Mindestbeitragszeitraum für den Vorruhestand von 30 auf 33 Jahre erhöht. Versicherte, die weiterhin mit 65 in Rente gehen wollen, müssen 38,5 Jahre in die Sozialversicherung eingezahlt haben.

Inwieweit die spanische Rentenreform Auswirkungen auf die Rentenhöhe haben wird, bleibt noch dahin gestellt. Denn künftig wird die Rentenhöhe auf Grundlage der letzten 25 Berufsjahre errechnet werden, während bislang nur die letzten 15 Jahre betrachtet wurden.

Nähere Informationen zur spanischen Rentenreform oder dem spanischen Sozialversicherungssystem erhalten Interessierte gern auf Anfrage.

By | 2015-06-30T13:17:53+00:00 Oktober 11th, 2011|Internationale Sozialversicherung|