Vietnam führt Krankenversicherungspflicht für Expats ein

Home/Internationale Sozialversicherung/Vietnam führt Krankenversicherungspflicht für Expats ein

Vietnam führt Krankenversicherungspflicht für Expats ein

Nach einer Meldung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in Vietnam sind Expatriates, die für drei Monate oder länger eine Beschäftigung in Vietnam aufnehmen, seit Oktober 2009 zur Zahlung von Beiträgen zur obligatorischen Krankenversicherung (Health Insurance; „HI“) verpflichtet.

c2973958a7Bezugsgröße sei das vertraglich vereinbarte Gehalt bis zum 20-fachen des gesetzlichen Mindestlohns (aktuell VND 650.000 x 20 = VDN 13 Mio. monatlich). Bis Dezember 2009 betrage der Beitragssatz noch 3 Prozent. Es werde jedoch erwartet, dass ab Januar 2010 der Beitragssatz auf 4,5 Prozent angehoben werde, wobei 2/3 des Beitrages vom Arbeitgeber und 1/3 des Beitrages vom Arbeitnehmer zu tragen seien.

Die Arbeitgeber seien verpflichtet, die Krankenversicherungsbeiträge einzubehalten, zu deklarieren und innerhalb der gesetzlichen Fristen abzuführen. Zum Erhalt medizinischer Leistungen aus der obligatorischen Krankenversicherung könnten sich Expatriates in einem der vom Social Insurance Department zugelassenenen medizinischen Zentren oder Krankenhäuser registrieren lassen.

KPMG weist darauf hin, dass bisher noch nicht abzusehen sei, wie das Social Insurance Department in den jeweiligen Provinzen die neue Versicherungspflicht interpretiere. Insbesondere in Ho Chi Minh City sei es nicht klar, ob nach Vietnam entsandte Expatriates, die über keinen Arbeitsvertrag mit einer lokalen Gesellschaft verfügen und die in ihrem Heimatland sozialversicherungspflichtig blieben, ebenfalls Krankenversicherungsbeiträge in Vietnam leisten müssten. Departments in anderen Provinzen dagegen verlangen die Zahlung von Krankenversicherungsbeiträgen.

 

By | 2017-02-06T21:50:25+00:00 November 18th, 2009|Internationale Sozialversicherung|