VAE: Wage Protection System für mehr Transparenz und Stabilität auf dem Arbeitsmarkt

//VAE: Wage Protection System für mehr Transparenz und Stabilität auf dem Arbeitsmarkt

VAE: Wage Protection System für mehr Transparenz und Stabilität auf dem Arbeitsmarkt

Nach einer Ministerialverordnung vom 20. Juli 2009 sind alle Institutionen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten beim Arbeitsministerium registriert sind, seit September 2009 dazu verpflichtet, ihre Arbeitnehmer über das neu eingeführte „Wage Protection System“ (WPS) zu bezahlen.

de4df5c8d0Arbeitsminister Sayr Ghobash hat eine Verordnung in Kraft gesetzt, wonach Gehälter nur noch über einige ausgewählte Finanzinstitute, die von der Regierung autorisiert und überwacht werden, überwiesen werden können. Ziel der Maßnahme ist die Erhöhung der Transparenz und Stabilität auf dem Arbeitsmarkt. Darüber hinaus soll sie dem Schutz der Arbeitnehmerrechte im Land dienen.

Nach dem neuen System wählt der Arbeitgeber ein vom Ministerium anerkanntes Finanzinstitut (Registered Agent) und erteilt diesem die für die Gehaltszahlung notwendigen Informationen wie Daten des Gehaltsempfängers und die Höhe der monatlichen Zahlung. Das ausgewählte Finanzinstitut übermittelt diese Informationen an das WPS-System und zahlt die Gehälter direkt an die Arbeitnehmer aus. Den Arbeitnehmern entstehen dabei weder Gebühren noch Abzüge von ihrem Gehalt.

Fristen zur Einführung des WPS-Systems

Damit der Prozess reibungslos funktioniert, wurde im Arbeitsministerium eine spezielle Behörde eingerichtet, die das WPS-System überwacht.

Abhängig von der Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter setzt die Verordnung Fristen fest, bis zu denen die Unternehmen ihre Gehaltszahlungen auf das WPS-System umgestellt haben müssen:

Bei Arbeitgebern mit 100 und mehr Beschäftigten muss die Umsetzung bis Ende November 2009 erfolgt sein,
Arbeitgeber mit 15 bis 99 Beschäftigten haben bis zum 28. Februar 2010 Zeit dieser Umstellung nachzukommen
Für Arbeitgeber mit weniger als 15 Mitarbeitern wurde die Frist auf den 31. Mai 2010 festgelegt.

Strafen bei Nichteinhaltung

Bei Nichteinhaltung sieht die Verordnung Strafen für den Arbeitgeber vor. So führen beispielsweise falsche Angaben des Arbeitgebers zu Gehaltszahlungen des Arbeitnehmers zur Anklage wegen Zuwiderhandlung. Zusätzlich werden Unternehmen, die gegen die Vorschriften verstoßen, bis auf Weiteres keine neuen Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen (Work Permits) erteilt.
 

<- Zurück zu: Arbeitsrecht + Vergütung

By | 2017-02-06T21:50:26+00:00 November 16th, 2009|Internationales Arbeitsrecht und Vergütung|