Beste Aussichten für Expats im Osten

//Beste Aussichten für Expats im Osten

Beste Aussichten für Expats im Osten

Welchen Einfluss hat die Weltwirtschaftskrise auf das Leben der Expatriates? Inwieweit hat sich die Lebensqualität für die Expats weltweit verändert? Antworten auf diese Fragen versucht der neue „Expat Explorer Survey 2009“ von HSBC zu geben.

Foto: fotolia - Franz Pfluegl

Foto: fotolia – Franz Pfluegl

Befragt wurden über 3.000 Expatriates aus verschiedenen Branchen und 50 Ländern. Das Ergebnis: Am besten schneiden die Expats in Regionen wie Asien, Russland und dem Nahen Osten ab. Besonders betroffen von der Krise sind ausländische Mitarbeiter in Grossbritannien und den USA. Das Jahreseinkommen, das verfügbare Einkommen, die Möglichkeit zu sparen und der Besitz von Luxusgütern wurden dabei als Indikatoren für die Lebensqualität herangezogen.

Wer als Expat der Wirtschaftskrise entkommen will, der begibt sich am besten in Richtung Osten. Denn dort ist die Welt der gut bezahlten ausländischen Arbeitskräfte noch in Ordnung. Besonders viel verdienen können Expats, die in Russland und Asien tätig sind. So erzielen 30 Prozent der ausländischen Arbeitnehmer in Russland Jahreseinkommen von über 250.000 Dollar, in Hong Kong sind es 27 Prozent und in Japan 26 Prozent der ausländischen Beschäftigten, die solche Gehälter vorweisen können. Unter den europäischen Ländern nimmt die Schweiz mit 25 Prozent den ersten Platz ein und steht damit gemeinsam mit Indien auf Platz 4 der Weltrangliste. Die schlecht bezahltesten Auslandskräfte leben dagegen in Australien und Belgien. Hier verdienen über 60 Prozent der Expats weniger als 100.000 Dollar pro Jahr.

Expats wollen Grossbritannien und USA den Rücken kehren

Harte Spuren hinterlässt die Krise in Grossbritannien und den USA. In Grossbritannien spielen 44 Prozent der Expats mit dem Gedanken, dem Land den Rücken zu kehren. Hauptgründe hierfür seien  beschränkte Karriereaussichten, sinkende Kaufkraft, Verschlechterung der Lebensqualität und kürzere Arbeitsverträge. Grossbritannien gehört allerdings auch zu den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten für Expats. Allein 85 Prozent der Befragten geben an, das meiste Gelde für Wohnen auszugeben. Aber nicht nur die Wohnkosten, sondern auch die Ausgaben für Essen sind teurer als im Heimatland. Die hohe Ausgabensituation Expats in Grossbritannien spiegelt sich auch im Sparverhalten wieder. Rund ein Viertel der Manager und Fachkräfte können in Grossbritannien weniger Ersparnisse ansammeln als im Heimatland.

Etwas anders sieht die Lage in den USA aus, wo knapp ein Viertel der Expats darüber nachdenkt, das Land zu verlassen. Als häufigster Grund werden dabei immer wieder die beschränkten Karriereaussichten genannt. Hinsichtlich der Ausgaben schlagen in den USA insbesondere die hohen Gesundheitskosten zu Buche. 35 Prozent der in den USA lebenden Expats geben an, dass sie seit ihrer Ankunft mehr Geld für ihre Gesundheit ausgeben müssen. Insgesamt geben zwei Drittel der Befragten zu, dass sie den Gürtel bei den täglichen Ausgaben enger schnallen.

Krise verändert das Konsumverhalten

Mehr als zwei Drittel der weltweiten Expats erklären, dass die Krise ihr Konsumverhalten verändert habe. In Russland, den USA, Japan und Thailand sind es sogar rund Dreiviertel der befragten Expats. 60 Prozent der Expats weltweit sagten, sie hätten ihre Ausgaben für Luxusgüter verringert, 54 Prozent meinten, sie hätten ihre täglichen Ausgaben gesenkt und 36 Prozent sagten, sie würden nun mehr sparen.

Weniger beeindruckt von der Krise zeigen sich die im Mittleren Osten lebenden Expats. 63 Prozent der Expats in Quatar geben an, die Krise hätte ihr Verhalten überhaupt nicht verändert, in Bahrain sind es immerhin noch 55 Prozent, die diese Meinung vertreten.

 

By | 2017-02-06T21:50:28+00:00 Juni 29th, 2009|Visa und allgem. Länderinfos|