Mitarbeiterentsendungen ins Ausland nehmen zu

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Mitarbeiterentsendungen ins Ausland nehmen zu

Nach der Wirtschaftskrise planen knapp 40 Prozent der international tätigen Unternehmen, in den nächsten fünf Jahren mehr Führungskräfte ins Ausland zu entsenden. Dabei werden aufstrebende Länder wie China und Indien zu den beliebtesten Zielregionen gehören. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie des britischen Wirtschaftsmagazins “The Economist”, die im Auftrag des Dienstleistungsanbieters Regus entstand. Befragt wurden mehr als 400 Führungskräfte, die für Auslandsentsendungen verantwortlich zeichnen.

Foto: pixelio

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Die Exportwirtschaft der westlichen Länder wird sich in Zukunft immer mehr auf neue Märkte einstellen müssen. Insbesondere die asiatischen Länder werden das Exportwachstum prägen,  so dass die weitere Erschließung dieser Märkte notwendig ist. Die Unternehmen scheinen sich dieser Herausforderung bewusst zu sein. Denn waren in den vergangenen zwei Jahren nur rund 13 Prozent der Unternehmen bereit, ihre Mitarbeiter ins Ausland zu entsenden, so hat sich die Zahl der Unternehmen, die diesem Globalisierungstrend folgen nun verdreifacht. Auf der Beliebtheitsskala der Zielregionen stehen neben den asiatischen Ländern der Nahe Osten, Russland und Osteuropa.

Gemäß der Studie werden über 50 Prozent der Expatriates für einen Zeitraum von zwei bis fünf Jahren in ein bestimmtes Zielland entsandt. Gleichzeitig würden aber flexible Arbeitsmodelle wie kurzfristige Entsendungen oder “Pendler-Positionen” zunehmen.

Weniger Zulagen für Nachwuchskräfte

Auch wenn die Zahl der Auslandseinsätze steigt, werden aus Sicht der Autoren die Vergütungen tendenziell geringer ausfallen – zumindest für die jüngere Generation. Verantwortlich dafür ist die größere Bereitschaft der jungen Arbeitskräfte, einen Auslandsjob anzunehmen. Immerhin 80 Prozent der Uni-Absolventen interessieren sich für eine Position im Ausland. Viele Unternehmen sehen deshalb keine Veranlassung mehr, Auslandsaufenthalte mit großzügigen Vergütungspaketen schmackhaft zu machen. Sie gehen insbesondere in den entwickelten Ländern dazu über, den jüngeren Mitarbeitern Vergütungen nach dem “Local Plus”-Ansatz anzubieten. Danach erhält der Expatriate ein rein lokales Gehalt, aber kommt dennoch in den Genuss von Expatriate Zusatzleistungen wie beispielsweise einer Housing Allowance oder Schulgeld.

Interessant ist auch die Erkenntnis, dass mehr und mehr Unternehmen aus Kostengründen dazu übergehen, Mitarbeiter aus den Emerging Markets am Heimatstandort zu schulen, um sie innerhalb von wenigen Wochen oder Monaten auf Führungsaufgaben im jeweiligen Markt vorzubereiten.

By | 2017-02-06T21:50:24+00:00 Oktober 2nd, 2010|Visa und allgem. Länderinfos|