Studie: Standort Deutschland attraktiv trotz Krise

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Studie: Standort Deutschland attraktiv trotz Krise

Trotz der Wirtschaftsflaute kann sich Deutschland als attraktivster Standort in West-Europa behaupten und belegt den sechsten Platz im weltweiten Standortranking. Das ergab die diesjährige Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young zur Attraktivität des Wirtschaftsraumes Europa. Angeführt wird das Ranking trotz zum Teil deutlicher Einbußen von China, den USA, Indien und Brasilien. Befragt wurden Manager von mehr als 800 internationalen Unternehmen.

0e77ca6e31Insgesamt sind 86 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass Deutschland die Krise erfolgreich bewältigen kann. Fast die Hälfte (43 Prozent) der Manager glaubt darüber hinaus, dass Deutschland unter allen europäischen Ländern die besten Voraussetzungen hat, um die Krise zu bewältigen. Auf Platz 2 und 3 folgen Großbritannien (11 Prozent) und Frankreich (9 Prozent). Eindeutig größere Probleme mit der Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen fertig zu werden, hat aus Sicht der Unternehmen Osteuropa. Nur zwei Prozent der Befragten sind der Meinung, dass ein osteuropäisches Land besonders gut in der Lage sein werde, mit der Krise umzugehen.

Gute Noten für Infrastruktur, Lebensqualität, soziale Klima sowie Qualifikation

Der wichtigste Pluspunkt Deutschlands ist nach wie vor die Infrastruktur. Besonders gute Noten werden von den Befragten zudem für die positive Lebensqualität, das soziale Klima und die Qualifikation der Arbeitnehmer vergeben. In Bezug auf die mangelnde Flexibilität des Arbeitsrechts und die Arbeitskosten wird der Standort Deutschland hingegen relativ schlecht bewertet.

Schwellenländer verlieren an Attraktivität

Anders als in den vergangenen Jahren ist aktuell kein weiterer Attraktivitätsgewinn der Schwellenländer auf Kosten der Industrienationen zu verzeichnen. Im Gegenteil: Die Attraktivität Westeuropas für ausländische Investoren ist deutlich gestiegen, während China, Indien und Russland z.T. deutliche Einbußen hinnehmen müssen. So betrachten beispielsweise nur noch 33 Prozent der befragten Manager China aktuell als Top-Standort (Vorjahr: 47 Prozent), während 40 Prozent der Befragten Westeuropa als einen der Top-Investitionsstandorte bezeichnen. Damit gewinnt Westeuropa die Position als attraktivste Region für ausländische Investitionen zurück. Im Länderranking belegt China dennoch weiterhin den ersten Platz.

 

By | 2017-02-06T21:50:28+00:00 Juni 11th, 2009|Visa und allgem. Länderinfos|