Zuversicht bei Auslandsentsendungen für 2010

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Zuversicht bei Auslandsentsendungen für 2010

Nach einer Studie von Brookfield Global Relocation Services (www.brookfieldgrs.com) zwang die weltweite Rezession 2009 so viele Unternehmen wie noch nie zur Reduzierung der Auslandseinsätze von Angstellten. Nun weist die neue Umfrage für 2010 erhebliche Zuversicht für eine Erholung auf.

Foto: fotolia - Franz Pfluegl

Foto: fotolia – Franz Pfluegl

Ein Rückgang um 46 Prozent der Mitarbeitereinsätze ins Ausland im vergangenen Jahr war die höchste Prozentzahl in der 15-jährigen Geschichte der Umfrage von Brookfields und nahezu doppelt so hoch wie von den Teilnehmern an der letzjährigen Studie prognostiziert. Erfreulich ist, dass das Vertrauen in eine wirtschaftliche Erholun wieder anzusteigen scheint. So gehen in der diesjährigen Studie Global Relocation Trends 2010 nahezu die Hälfte (44%) der 120 befragten multinationalen Unternehmen davon aus, dass wieder mehr Mitarbeiter auf Auslandseinsätze gehen. Gleichzeitig gehen ebenfalls 44 Prozent der Befragten davon aus, dass die Anzahl an Auslandseinsätzen gleich bleibt, und nur noch 12 Prozent prognostizieren einen Rückgang.

 

 

Die wichtigsten Trends im Überblick:

Ältere und erfahrene Mitarbeiter gefragt

Sowohl für kurz- als auch lanfristige Auslandseinsätze wenden sich Unternehmen vermehrt an ältere und erfahrene Mitarbeiter. Die Anzahl der 40- bis 49-jährigen Expatriates stieg von 37 Prozent auf 40 Prozent, diejenige der 50- bis 59-jährigen von 14 Prozent auf 16 Prozent. Diese Altersgruppe verfügt generell über weniger Kinder im schulpflichtigen Alter. Daran anknüpfend ergab die diesjährige Umfrage, dass Familien mit Kindern zu weniger Auslandseinsätzen (47%) kamen als je zuvor. Einen historischen Tiefstand seit 2001 weist mit 17 Prozent auch die Anzahl der weiblichen Expats auf. Als weitere Bestätigung der wirtschaftlich schwierigen Zeiten das allgemeine Nachlassen von Neueinstellungen: Lediglich 8 Prozent der Auslandsmitarbeiter wurden für die Entsendung neu eingestellt – das ist die tiefste Prozentzahl im 15-jährigen Bestehen der Umfrage.

China und Indien weiterhin schwierigste Zielregionen

Die häufigsten Zielländer für internationale Auslandseinsätze sind der Umfrage zufolge die USA und China, gefolgt von Großbritannien. Gleichzeitig führten China und Indien gemeinsam mit den USA die Liste der Gebiete mit den höchsten Quoten hinsichtlich gescheiterter Einsätze an. China, Indien und Russland belegen die Plätze ein bis drei der Länder, die von Expats als am schwierigsten empfunden wurden.

Befragt nach den sich abzeichnenden künftigen Einsatzgebieten konnte China weiterhin seinen ersten Platz behaupten, gefolgt von Singapur und den USA (ehemals Platz 19). Russland fiel überraschend von Rang vier auf Rang 21 zurück, was aller Wahrscheinlichkeit nach auf die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen im Land zurückzuführen ist.

Erfolgreiche Rückführung wesentlicher Bestandteil beim Auslandseinsatz

Zunehmende Einigkeit scheint darüber zu bestehen, dass die erfolgreiche Rückführung einen wesentlichen Bestandteil des Zyklus eines internationalen Einsatzes darstellt. Während 95 Prozent der Unternehmen den zurückkehrenden Angestellten dabei behilflich waren, eine neue Rolle innerhalb des Unternehmens zu finden, wurde eine obligatorische Unterstützung durch eine Transferabteilung lediglich bei 32 Prozent der Unternehmen angeboten. Ansonsten mussten die Angestellten auf informelles Networking (25 Prozent) oder offizielle Stellenausschreibungen (25 Prozent) zurückgreifen.

In zunehmendem Maße verlassen Auslandsmitarbeiter ihr Unternehmen innerhalb eines Jahres nach der Rückkehr – in diesem Jahr waren es 38 Prozent gegenüber 35 Prozent im Jahr 2009 (der historische Durchschnitt aus 15 Jahren liegt bei 22 Prozent). Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass Angestellte nach ihrer Rückkehr aufgrund der schwachen Wirtschaft keine Stellen fanden und in einigen Fällen auch entlassen wurden.

Während der Einsätze behielten weniger als zwei Drittel (64 Prozent) der Unternehmen die Kosten im Auge – gegenüber 68 Prozent im Bericht von 2009 und einem historischen Durchschnitt von 70 Prozent. Dieser Rückgang spiegelt zwei Trends: Erstens tragen die Anzahl der Zielländer und die komplexe Datenverwaltung und -erfassung zu einem Rückgang bei der Kostenverfolgung bei. Und zweitens standen weniger Mittel zur Kostenverfolgung zur Verfügung, da Unternehmen im Rahmen von Sparmaßnahmen die Größe ihrer internen Mobilitätsstellen reduziert haben.

Die diesjährige Umfrage bestand aus 120 Fragen, die von 120 Teilnehmern beantwortet wurden – kleine, mittlere und große Unternehmen mit Niederlassungen auf der ganzen Welt vertretend. Zusätzliche Informationen darüber, wie Sie die „Global Relocation Trends“-Umfrage 2010 beziehen können, finden Sie unter www.brookfieldgrs.com/2010GRTS.html

By | 2017-02-06T21:50:25+00:00 Mai 3rd, 2010|Visa und allgem. Länderinfos|